5 Fragen zur Digitalisierung im Sponsoring

Im Rahmen einer Sportmanagement-Abschlussarbeit wurden wir diese Woche von der Hochschule für Angewandtes Management (hier geht es zur Homepage) zur Digitalisierung im Sponsoring befragt. Tatsächlich gibt es in Deutschland nicht viele Experten auf dem Gebiet des Amateursport-Sponsorings. Die Augen richten sich bei den Experten schnell auf den Profisport oder professionelles Marketing. Umso lieber standen wir Rede und Antwort und werden nicht müde, eine Lanze für den Breitensport zu brechen. Der kann im Bereich Sponsoring dank der Digitalisierung noch viel mehr, als er aktuell erkennt. Aber lest selber:

Wie entscheidend ist das Digitale Sponsoring für Vereine?
Eine erfolgreiche Strategie für die Digitalisierung im Sponsoring ermöglicht es Vereinen im Breiten- und Amateursport, umfassender und gleichzeitig präziser mit seinen Fans und Mitgliedern zu interagieren. Das macht Vereine im Idealfall unabhängiger von den sinkenden Reichweiten „klassischer“ Sponsorings (Stadionbande, Stadionheft, Trikotsponsoring, sinkende Auflagen der Zeitungen etc.). Und es ermöglicht völlig neue vermarktbare Online-Reichweiten und Interaktionen für Sponsoren.

Wo sehen Sie derzeitig die Schwächen im Bereich des digitalen Sponsorings im Amateurbereich?
Der Amateursport ist geprägt vom Ehrenamt und damit von einer weitgehend fehlenden langfristigen Strategie. Sponsoring wird leider noch zu oft „von der Hand in den Mund“ betrieben. Wenn der Bedarf nach Klamotten oder Bällen da ist, wird rumgefragt. Eine konzeptionelle Auseinandersetzung mit den Bedürfnissen der Unternehmen findet nicht oft statt. Das kann man einem Ehrenamtlichen aber kaum vorwerfen, der das in seiner Freizeit betreibt. Dazu bedarf es Hilfe, die wir mit Spoyou leisten wollen.

Auch die Altersstrukturen in Vereinen sind eine Herausforderung. Die Vorstände bestehen oft aus älteren Menschen und damit aus Personen, die mehr oder weniger große Berührungsängste vor der Digitalisierung haben. „Früher war alles besser“ und so … Zeitgleich sind die älteren Unternehmer, die noch in den Führungspositionen sitzen, ebenfalls zurückhaltend. Das bremst junge Menschen mit modernen Ansätzen aus. Aber diese Dinge werden sich ändern. Immer mehr junge Menschen übernehmen in Vereinen und Unternehmen Verantwortung. Die zunehmende Digitalisierung im Sponsoring wird kommen, auch für den Amateursport.

Wo sehen Sie derzeitig die Stärken im Bereich des digitalen Sponsorings im Amateurbereich?
Es gibt leider noch zu wenige Stärken. Eine der wichtigsten ist der authentische Content, der exklusiv durch Vereine erstellt und verbreitet wird. Das ist ein „Schatz“, den Vereine aktuell noch nicht ausreichend erkennen und nutzen. Die Zeit wird kommen und dann werden diese wertvollen Inhalte im Sinne der Sponsoren vermarktet.

Wie stehen Sie allgemein der Digitalisierung des Sponsorings gegenüber?
Die Digitalisierung ist von ihrer Entwicklung her eine Einbahnstraße. Es gibt keinen Weg zurück und je eher sich zurückhaltende Vereine und Unternehmen mit dieser Realität auseinandersetzen, desto eher erkennen sie die zahlreichen großartigen Chancen. Die Digitalisierung demokratisiert das Sponsoring im Breitensport! Kein Verein ist mehr auf die Berichterstattung durch Dritte angewiesen. Jeder Verein kann mit geringsten Ressourcen spürbare Effekte erzielen.

Wird die Digitalisierung zukünftig ein wichtiger Bestandteil für alle Vereine sein, um Sponsorenakquise erfolgreich betreiben zu können?
Die Digitalisierung wird nicht nur irgendein Bestandteil werden, sondern der wichtigste. Wenn in den
Unternehmen die Entscheider jünger werden, werden sie das Sponsoring auch zunehmend nach den modernen Kriterien des Online-Marketings bewerten. Wer da als Verein nicht angemessen reagiert, muss sich mit ein paar Spenden zufriedengeben. Digital erfolgreiche Vereine werden die großen Gewinner sein und unabhängig von Sportart und sportlichem Erfolg davon profitieren.