Amateursport rückt aus dem Schatten der Profis!

Die junge Generation besucht nach der aktuellen Sportbusiness-Studie des SPOAC doppelt so viele Spiele im Amateurfußball als bei den Profis. Hauptmotivation sei das „gemeinsame Verfolgen des Spiels mit Freunden“. In anderen Sportarten ist der Unterschied zwischen Besuchen von Amateur- und Profi-Events geringer. „Augenscheinlich stehen hier der Eventcharakter und das Erlebnis an erster Stelle. Ob dem Zuschauer professioneller Sport oder Amateursport geboten wird, erscheint aus Sicht der Post-Millenials eher nebensächlich.“

Die zahlreichen Skandale in den Verbänden, die permanente Doping-Problematik vieler Sportarten oder der jüngste Transferwahnsinn tragen ihren Teil dazu bei, dass die Identifikation mit dem Spitzensport und das Vertrauen in die Akteure abnimmt. Der Amateursport leidet nicht an diesen Glaubwürdigkeitskrisen. Und während die Fußball-Klubs mit den neuen Milliardenmärkten in Asien liebäugeln, fühlt sich der Fan aus der Region weniger wichtig. Die Chance für den Amateursport. Auf Spoyou gibt es dazu einen Beitrag zur Rolle des Amateursports auf dem Sportbusiness-Kongress SPOBIS.

Das lernen Vereine und Sponsoren daraus

Lokale und regionale Identifikation sind ein wichtiges Kriterium, mit dem sich Menschen zu einem Besuch beim Amateursport motivieren lassen. Dazu gehört auch die Identifikation mit den Spielern und Athleten.

Daneben steht das „Ereignis“ im Vordergrund, sich mit Freunden und Gleichgesinnten zu treffen. So schwer das einem Verein möglicherweise über die Lippen geht, aber vielleicht ist das Spiel oder zumindest die sportliche Qualität nur Nebensache und der Anlass für Menschen, um sich am Wochenende zu treffen.

„Was mache ich am Wochenende?“

Wichtig ist es für Vereine, im Vorfeld dafür zu sorgen, dass das eigene Spiel als möglicher Treffpunkt in die engere Auswahl der Menschen kommt. Etwa durch Facebook-Veranstaltungen inklusive persönlicher Einladung. Und kontinuierlicher Präsenz auf den Social-Media-Kanälen. Die Entscheidung, wo man am Wochenende hingeht, fällt meistens nicht erst am Freitagabend …

Sponsoren können von der Identifikation profitieren, die es so nur im Amateursport gibt. Die Menschen – und Unternehmen – der Region halten zusammen. Vereine und Unternehmen ziehen zudem am selben Strang, wenn es darum geht, junge Menschen zum Verbleiben in der Region zu animieren.

„Vor allem Werbetreibende und Vermarkter sollten die Möglichkeiten im Amateurfußball zumindest in Betracht ziehen, um die Jugendlichen früh zu binden“, heißt es in der Studie. Junge Menschen lassen sich hervorragend über den Amateursport erreichen. Gemeinsam mit einer digitalen Strategie und ansprechenden Außendarstellung verliert der Amateurverein so sein verstaubtes Image und kann die neuen Chancen für sich nutzen.