Die Rolle des Amateursports auf dem Sportbusiness-Event SPOBIS

Uli Hoeneß, Philipp Lahm, DFB-Präsident Reinhard Grindel oder Oliver Bierhoff. Allianz, Mercedes-Benz, Telekom oder SAP. Vertreter sämtlicher nationaler und zahlreicher internationaler Spitzenvereine. Diese Listen lassen sich beliebig fortsetzen, wenn sich einmal im Jahr die Vertreter aus dem nationalen und internationalen Sportbusiness zum SPOBIS treffen. Zwei Tage lang dreht sich auf Europas größter Sportbusiness-Konferenz in Düsseldorf alles um den Spitzensport und die Profis – und damit um das große Geld im Milliardengeschäft Sport.

Wir von Spoyou waren erstmals als Gäste vor Ort mit dem Ziel, die Strategien und Methoden der Profis besser zu verstehen. Und sie herunterzubrechen auf den Amateursport, der angesichts der Themen in Düsseldorf eher eine Randerscheinung ist. Beziehungsweise war, denn etwas ist in Bewegung in der Branche!

Was der DFB mit dem Relaunch von fussball.de oder einige Online-Portale wie FuPa.net vor einigen Jahren im Amateurfußball bereits eingeleitet haben, nimmt jetzt weiter an Fahrt auf. Sportplatz Media hat einen „Text-Roboter“ entwickelt, der bis in die tiefsten Spielklassen eigenständig Spielberichte anhand von Statistiken schreibt. Sporttotal.tv wagt eines der größten Infrastruktur-Projekte im Amateursport, indem man kostspielige autonom filmende Videotechnik auf Deutschlands Plätzen installieren will. Auch Soccerwatch.tv ist mit dieser Mission am Start.

„Die Millionenchance Amateurfußball“ lautete 2017 auf der Hamburger Spielmacher-Konferenz ein Vortrag. Wohlgemerkt nicht die Chance des Amateurfußballs auf Millionen – sondern die Chance für Unternehmen, mit Amateurfußball Geld zu verdienen.

Unsere Fragestellung bei Spoyou lautet „Wie können wir dem Amateursport nachhaltig helfen“ und nicht „Wie können wir mit dem Amateursport Geld verdienen“. Die Übergänge zwischen beiden Fragen sind manchmal fließend, manchmal jedoch deutlich zu spüren im Verhalten der Unternehmen. Wir beobachten diese Entwicklungen genau. Mal euphorisch, mal kritisierend. Unsere Mission ist einem einzigen Ziel verschrieben: Den Vereinen und Athleten vor allem bei ihrer wirtschaftlichen Situation zu helfen. Sprich, beim Sponsoring.

Der Profisport ist geprägt von Vermarktern wie Lagardère oder Agenturen wie JvM/sports. Wo Geld steckt, da ist auch Platz für kostspielige Dienstleistungen. Der Amateursport mit seinen klammen Kassen liefert an dieser Stelle kaum Chancen für derartige Unternehmen und Agenturen. Hier hilft nur ein Plattform-Ansatz, der den Vereinen kostengünstig oder sogar kostenlos Hilfsmittel zur Verfügung stellt. Sponsoo und Anschlusstor sind zwei Vermarktungsplattformen, mit RobinFoot entsteht offenbar gerade ein dritter Marktteilnehmer.

Auch Spoyou sieht hier seine Aufgabe: Als Plattform den Vereinen bei ihrer Vermarktung zu helfen und damit den Sponsoren echte Gegenleistungen liefern zu können. Im Unterschied zu den anderen Unternehmen sehen wir unsere Rolle ganz klar darin, den Vereinen mit einer App und einer Software aktiv zu helfen, ansprechende Inhalte für ihre Fans zu schaffen. Und damit Mehrwerte für die Sponsoren. Denn wo noch nicht viel ist, kann auch nicht viel vermarktet werden.

Social Media ist dabei die große Chance! Bei den Profis wird das Sponsoring bereits seit vielen Jahren zunehmend digitaler. Bayern Münchens Direktor für Neue Medien, Stefan Mennerich, machte es auf dem SPOBIS deutlich: „Die größte Sichtbarkeit, die wir unseren Sponsoren geben können, erfolgt über digitale Medien.“

In den kommenden Tagen werden wir euch mit einzelnen Inhalten vom SPOBIS ausführlich informieren. Wir brechen die Welt der Profis so gut es geht herunter auf den Amateursport und versuchen, euch gemeinsame Wege und Lösungen aufzuzeigen. Getreu dem Titel eines Vortrages vom Dienstag:

Das Sponsoring ist tot.
Es lebe das Sponsoring!