Exklusiver Sponsor in der Nische oder Logo-Friedhof im Fußball?

„Logo-Friedhöfe“, mit diesem Begriff attackierte die Kreativagentur Jung von Matt/SPORTS im Sommer 2017 die Vermarkter von Bundesliga-Sponsoring-Paketen. Ein Fan wird pro Heimspiel im Durchschnitt mit 30 Marken konfrontiert. Das ist bis auf wenige Ausnahmen vor allem ein Problem des Profifußballs. Die pure Präsenz eines Logos reicht nicht aus für ein erfolgreiches Sponsoring. Und wenn diese Logos dann auch noch untergehen in einem Dschungel aus Bannern, Einblendungen und Nennungen geht der Effekt endgültig flöten.

Erste Agenturen, natürlich die nicht Premium-Vermarkter der Bundesligisten, raten Unternehmen daher zunehmend dazu, den Blick über den „Tellerrand Bundesliga“ hinauszurichten. Neue Chancen haben dadurch andere Sportarten, wo man mit einem durchschnittlichen Fußball-Budget bereits zu den Premium- oder sogar Exklusivsponsoren gehört. „Lieber Nummer 1 im Randsport als 08/15 im Volkssport“, lautet eine Überlegung von JvM/SPORTS. Oder auch: Warum nicht mal den Amateursport flächendeckend unterstützen mit dem gleichen Budget – bei besseren Ergebnissen!

Das lernen Vereine und Sponsoren daraus:

Was heißt das für den Amateursport? Sportarten können mit diesen Argumenten zum einen aus dem Schatten des dominierenden (Profi-)Fußballs treten. Die Beziehungen zwischen Sponsor und Verein sind in den „Randsportarten“ oftmals geprägt von größter Wertschätzung und Dankbarkeit, was sich in der Qualität der Sponsoring-Aktivierung widerspiegeln kann. Und der Premiumsponsor geht nicht unter im Logo-Dschungel.

Aber auch der Amateurfußball hat eine Chance, von dieser Überlegung zu profitieren. Wenn ein nationaler Konzern mit einem durchschnittlichen Bundesliga-Budget überdurchschnittliche Ergebnisse im Amateurfußball erzielen kann, wird er die Verteilung seines Budgets vielleicht noch einmal überdenken und den Amateurfußball nutzen, um seine Sponsoring-Ziele zu erreichen. An diesen Strategien arbeiten wir übrigens gerade mit Spoyou: die flächendeckende Aktivierung des Amateursports für regionale und nationale Konzerne.