Raus aus der Denkfalle im Sponsoring!

Als Gründer von Spoyou führe ich derzeit viele Gespräche mit Unternehmern und Sponsoren. Und was soll ich sagen, es gibt eine Menge zu tun. Aber ich bin zu 100 Prozent von der Kraft im Sponsoring überzeugt und was es im Marketing-Mix eines Unternehmens leisten kann!

Aber einen krassen Mechanismus habe ich in den letzten Wochen immer wieder erlebt: Der Umgang mit Sponsoring gleicht einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung.

Eine sich selbst erfüllende Prophezeiung???

Wikipedia definiert den Begriff als „eine Vorhersage, die ihre Erfüllung […] selbst bewirkt“. Drastischer formulierte es ein Soziologe: „Die sich selbst erfüllende Prophezeiung ist anfänglich eine falsche Bestimmung der Situation. Sie verursacht aber ein neues Verhalten, das bewirkt, dass die ursprünglich falsche Auffassung richtig wird.“

Was laber ich da jetzt für einen Wissenschafts-Kram? Werden wir konkreter und schauen uns das Phänomen am Beispiel eines Sponsors an. Ich nenne keine echten Namen und Unternehmen, aber in den Gesprächen kommt öfter genau das dabei heraus. Auf die Frage, was der Unternehmer dazu beitrage, damit sein Geldeinsatz erfolgreich wird, folgt übertrieben gesagt ein Schulterzucken. Nach welchen Kriterien verteilt er sein Budget, wie dokumentiert und misst er die Ergebnisse? Wieder schaut man oft in ratlose Augen, die sich diese Frage selber nicht (mehr) gestellt haben.

Wenn man nachhakt und nach den Gründen fragt, warum das Ausgeben von Geld so wenig hinterfragt und optimiert wird, landet man schnell bei Aussagen wie: „Es kommt eh nicht viel rum, da stecke ich also nicht viel Aufwand rein.“ Und spätestens jetzt merkt ihr, wo ich in diesem Beitrag hin wollte mit dem „theoretischen Ausflug“. Die Denkweise der Sponsoren gleicht einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung:

Sponsoring wird nicht als effektiv gedacht. Darum stecken Unternehmen wenig Aufwand rein. Dadurch wird Sponsoring nicht effektiv.

Ein echter Teufelskreis. Und vor allem eine unangenehme Wahrheit, denn selbst vermeintlich professionelle Unternehmen unterliegen diesem Trugschluss im Amateursport. Darum wird eine Unterstützung oftmals auch nur als Spende gedacht. Ein Marketing-Mitarbeiter hat mir ins Gesicht gesagt: „Als Spende haben wir damit weniger Aufwand.“

Und wo liegt das Problem, könnten die Vereine fragen. Ob man das Geld als Spende oder Sponsoring erhalte, egal. Kann es dem Verein nicht gleichgültig sein, wie viel Mühe sich ein Unternehmen macht? Nein, sollte es nicht! Solange Sponsoring als Geld verschenken verstanden wird, wird es bei Spar-Maßnahmen des Unternehmens immer als erstes gekürzt und auf ein Minimum reduziert.

Wenn wir gemeinsam also dafür sorgen wollen, dass insgesamt mehr Sponsoring-Budgets im Umlauf sind, muss Spoyou gemeinsam mit den Vereinen dafür sorgen, dass Sponsoring eine effektive Investition wird! Dass Sponsoring einen wichtigen Teil im Marketing-Mix eines Unternehmens spielt! Dass erst woanders gespart wird, etwa bei klassischer Werbung – oder das Werbebudgets verschoben werden hin zum effektiven Sponsoring.

Unsere Aufgabe mit Spoyou ist es, Vereinen und Unternehmen dabei zu helfen, das ganze Potential des Sponsorings auszuschöpfen. Dann drehen wir die sich selbst erfüllende Prophezeiung um:

Sponsoring wird als effektives Marketing-Element betrachtet. Unternehmen stecken mehr Aufwand (und Budget) rein. Dadurch wird Sponsoring effektiver.

Klingt das nicht viel besser?